ADHS Verhaltenstherapie: Behandlung, Eigenschaften und Ziele

ADHS Verhaltenstherapie
© Studio Romantic, Adobe Stock

Die Verhaltenstherapie ist eine Form der ADHS-Behandlung, die bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS-Symptomen eingesetzt wird. Diese Art der Therapie konzentriert sich auf die Änderung des Verhaltens des Kindes, anstatt zu versuchen, Gedanken oder Gefühle zu ändern. Sie kann Kindern, Jugendlichen und auch bei Erwachsenen helfen, ihre Symptome bei ADHS zu bewältigen und den Alltag zu verbessern. In diesem Blogbeitrag werden wir die Grundlagen der Verhaltenstherapie einschließlich ihrer Ziele und Merkmale erörtern.

Kognitive Verhaltenstherapie bei ADHS: In vier Bereichen erklärt

Die Aufklärung

Eine der wichtigsten Aspekte ist die Aufklärung. Es ist wichtig, dass Patienten, Eltern und andere Beteiligte gut über die Krankheit informiert sind. So können alle Beteiligten effektiv zusammenarbeiten, um die Symptome in den Griff zu bekommen.

Dazu gehören nicht nur Patienten und Eltern, sondern auch Lehrer, Verwandte und andere Beteiligte. Indem alle Beteiligte über ADHS aufklären, können Therapeuten dazu beitragen, ein kooperatives Umfeld zu schaffen. Die Information von Patienten, Eltern und anderen Betroffenen zu ADHS ist ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Verhaltenstherapie.

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Die Analyse

Bei der Verhaltenstherapie werden die familiären Verhaltensmuster sowie die Situation des Kindes im Kindergarten oder in der Schule untersucht. Auf diese Weise lassen sich alle Bereiche ermitteln, die möglicherweise zu den Verhaltensproblemen beitragen. Auf der Grundlage dieser Analyse werden dann Ansätze für die gemeinsame Arbeit erarbeitet.

Das Training

In diesem Abschnitt der Behandlung lernen Kinder und Jugendliche unter Anleitung eines Therapeuten, wie sie besser mit ADHS umgehen können. Die angewandte Methode ist das kognitive Modellieren: Das heißt, ein Erwachsener demonstriert das gewünschte Verhalten, während er ihnen die einzelnen Schritte detailliert erklärt. Damit kann bei Bedarf zu Hause oder in der Schule das Gelernte angewendet werden.

Das Kind soll bei seinem Verhalten merken, dass es nicht immer sinnvoll ist, vorschnell zu handeln.

Die Überprüfung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Therapeuten die ADHS-Verhaltenstherapie überwachen. Eine gängige Methode ist die Verwendung von Fragebögen. Eltern und/oder Lehrer können gebeten werden, Formulare auszufüllen. In denen wird bewertet, wie gut sich das Kind in der Schule oder zu Hause schlägt. In diesen Formularen werden in der Regel Fragen zu Themen wie Impulsivität, Hyperaktivität und Ablenkbarkeit gestellt. 

Eine weitere Möglichkeit, die Verhaltenstherapie bei ADHS zu überwachen, ist die Videodokumentation. Der Therapeut kann die Eltern oder Lehrer bitten, einen typischen Tag im Leben des Kindes mit ADHS aufzuzeichnen. Auf diese Weise erhält der Therapeut einen guten Eindruck davon, welche Verhaltensweisen das Kind an den Tag legt und wie gut es auf die Behandlung anspricht.

So können bei Bedarf in der Therapie Anpassungen vorgenommen werden, damit weiterhin Erfolge erzielt werden können.

Ziel der Verhaltenstherapie bei ADHS

Das Ziel der Verhaltenstherapie ist es, dem Betroffenen einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung zu helfen, neue Fähigkeiten und Strategien für den Umgang mit ADHS zu erlernen. Dazu können Techniken zur Bewältigung der Impulsivität, zur Verbesserung der Konzentration und zur Entwicklung positiver sozialer Beziehungen gehören. Mit der Hilfe eines geschulten Therapeuten können die Eltern deutliche Verbesserungen im Verhalten ihres Kindes feststellen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei ADHS?

Es gibt viele verschiedene Arten von Therapien, die bei ADHS angewendet werden können. Die mit am bekanntesten ist die Verhaltenstherapie bzw. die kognitive Verhaltenstherapie. Die kognitive Verhaltenstherapie kann dabei helfen, die Art und Weise zu ändern, wie man über Situationen denkt und auf sie reagiert. Sie kann sehr wirksam dabei helfen, negative Denkmuster und Verhaltensweisen zu ändern.

Es gibt noch viele andere Therapieformen, die bei ADHS eingesetzt werden können, darunter z.B. Ergotherapie, Psychotherapie, Beschäftigungstherapie, Spieltherapie, Kunsttherapie und Musiktherapie. Es ist wichtig, mit einem Therapeuten zusammenzuarbeiten, der Erfahrung in der Behandlung von ADHS hat, um die richtige Therapieform für Ihr Kind zu finden.

Was wird bei einer Verhaltenstherapie bei Kindern gemacht?

Die Verhaltenstherapie ist eine Therapieform, bei der es darum geht, Kindern zu helfen, ihr Verhalten zu ändern. Sie kann Kindern mit einer Vielzahl von Problemen helfen, z. B. ADHS oder Autismus. In der Verhaltenstherapie arbeitet das Kind mit einem Therapeuten zusammen, um seine Ziele zu ermitteln und einen Plan zur Erreichung dieser Ziele zu entwickeln. Der Therapeut hilft dem Kind dann, neue Verhaltensweisen einzuüben und zu lernen, wie es mit schwierigen Situationen umgehen kann. Mit etwas Zeit und Mühe kann die Verhaltenstherapie Kindern mit ADHS helfen.

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Fazit

Betroffene von ADHS haben oft mit Impulsivität, Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten zu kämpfen. Infolgedessen können sie Schwierigkeiten in der Schule und zu Hause haben. Durch diese Art der Therapie können die Kinder lernen, ihre Impulse zu kontrollieren, ihre Aufmerksamkeit auf Aufgaben zu richten und bei der Sache zu bleiben. Darüber hinaus kann die kognitive Verhaltenstherapie Kindern helfen, ihr Gedächtnis und ihre organisatorischen Fähigkeiten zu verbessern.

Was halten Sie von der Verhaltenstherapie bei ADHS als Behandlungsmethode? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in die Kommentare.

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