Aufräumen mit ADHS: So gelingt die Ordnung

ADHS Aufräumen
© Julia, Adobe Stock

Egal ob ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) oder nicht, in der Wohnung die Ordnung zu behalten kann sowohl für Kinder als auch für Erwachsene eine Herausforderung sein. Bei ADHS kann auch die Desorganisation dazu führen, dass Betroffene sich schwertun das Chaos zu beseitigen. Dies kann in vielen Bereichen Probleme verursachen, insbesondere aber im Haushalt. In diesem Artikel werden wir einige Tipps und Strategien vorstellen, wie Eltern ihren Kindern mit ADHS helfen können, Ordnung zu halten.

Strategien zur Bewältigung des Chaos

Kinder mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, ihre Zimmer zu organisieren. Sie können leicht abgelenkt werden und es kann ihnen schwerfallen, bei einer Aufgabe zu bleiben. Hier sind einige Tipps, die helfen können:

  • Geduld: Es ist wichtig, Verständnis und Geduld zu zeigen. Ihr Kind versucht vielleicht sein Bestes, aber es ist eine echte Herausforderung, organisiert zu bleiben.
  • Klare Anweisungen: Geben Sie klare, spezifische Anweisungen für jede Aufgabe. Statt zu sagen „Räume dein Zimmer auf“, sagen Sie, „Räume die Spielzeuge in die Kiste“ oder „Lege die schmutzige Wäsche in den Wäschekorb“.
  • Positive Verstärkung: Belohnen Sie Ihr Kind für erledigte Aufgaben. Diese Belohnungen können verbal („Gute Arbeit!“) oder materiell (ein kleines Geschenk oder eine besondere Aktivität) sein.

Den Alltag organisieren

Neben dem Aufräumen des Zimmers und dem Organisieren des Haushalts kann es auch hilfreich sein, den Alltag zu strukturieren. Hier sind einige Ratschläge:

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  • Zeitpläne und Routinen: Erstellen Sie einen festen Tagesablauf. Dies gibt Ihrem Kind eine Struktur und hilft ihm, zu wissen, was als Nächstes kommt.
  • Visuelle Hilfen: Nutzen Sie visuelle Hilfen wie To-do-Listen oder Planer. Diese können Ihrem Kind helfen, sich an Aufgaben zu erinnern und sie in überschaubare Schritte zu unterteilen. Ein Tagesplan kann hier hilfreich sein.
  • Pausen einplanen: Betroffene von ADHS sollten oft Pausen zwischen den Aufgaben machen. Planen Sie diese Pausen ein und nutzen Sie diese für Aktivitäten, die Ihr Kind genießt.

Hilfe von außen

Manchmal kann es hilfreich sein, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies kann ein Therapeut, ein Coach oder ein anderer Fachmann sein, der Erfahrung in der Arbeit mit Kindern mit ADHS hat. Sie können wertvolle Ratschläge und Strategien bieten, um die Desorganisation zu bewältigen.

Fazit:

Das Leben mit ADHS kann eine Herausforderung sein, vor allem, wenn es um die Organisation geht. Aber mit Liebe, Geduld und den richtigen Strategien können Eltern ihren Kindern helfen, die Unordnung zu beseitigen. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass jedes Kind einzigartig ist und was für das eine funktioniert, funktioniert vielleicht nicht für das andere. Es ist ein Prozess des Ausprobierens und Lernens. Mit der Zeit werden Sie und Ihr Kind herausfinden, was am besten funktioniert.

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Eine Antwort

  1. Ich bin 44 Jahre Alt. Und habe Adhs.
    Gute Tipps , sind wertvoll. Aber die meisten Adhsler können sie nur kurz , oder gar nicht umsetzten
    Ich wünschte ich hätte jemand (Streng gesehender) der 3 Wochen neben mir steht und mir Anweisung giebt und aufpasst das ich mich nicht von meinen eigentlichen Aufgaben Ablenken lassen. Bis ich vielleicht. Wie ein Kind , – Struktur gelernt hab. Ichhabe oftmeine Wohnung von oben bis unten Aufgeräumt aber es ist immerwieder cahos überall. Ich schaffe es nicht Ordung zu Halten. Auch mein Auto ist immer voll. Es ist zum heulen.

    Giebt es so etwas? Chohing für zu Hause. ? Wo kann mann sich Hinwenden.?

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